Elektronikproblematik nach Batterie und Lima Tausch

  • Hallo zusammen,

    Ich fahre einen Renault Twingo III TCe 90, Baujahr 2015, ca. 135.000 km gelaufen bisher.

    Vorne weg, ich bin leider absoluter Laie beim Thema Autos und so langsam verzweifelt. Ich entschuldige mich für den langen Text.

    Letzte Woche wurde sowohl Lichtmaschine, als auch Batterie getauscht. Das Auto hatte vorher die rote Batterieleuchte und Stopp angezeigt und beim Messen zeitweise mehr als 16 Volt Batteriespannung angezeigt. Deshalb hat die Werkstatt nach Diagnose beides getauscht.

    Nun habe ich das Auto am nächsten Tag abgeholt und nach kurzer Strecke sind folgende Lichter angegangen

    STOP, ABS, ESP sowie die rote Elektronikstörungs-Lampe (das gezackte „EKG“-Symbol).

    Er hat dann deutlich an Leistung reduziert, ich habs aber noch die paar Meter nach Hause geschafft. Direkt Werkstatt angerufen, die sagte ich soll am nächsten Tag wieder vorbeikommen zum Fehler auslesen. Am nächsten Tag war alles aber wieder super. Batteriespannung zeigte jetzt die 10 Minuten Fahrt konstant 14,4 Volt an.

    Bei der Werkstatt wurden dann auch leider kein Fehler im Fehlerspeicher gefunden und mir wurde gesagt ich kann normal weiterfahren.

    Am Wochenende bin ich eine kurze Strecke Autobahn gefahren von 20km, was mir hier aufgefallen ist, dass er nur sehr langsam und in so komischen „Schüben/Wellen“ beschleunigt hat, das war vor dem LiMa Tausch nicht der Fall. Außerdem zeigte mein Ladegerät nur noch um die 12,3 V während der gesamten Fahrt an. Lichter sind jedoch keine mehr angegangen.

    Bis vor ein paar Tagen jedenfalls…

    Ich war kurz einkaufen, 15 min Fahrt, Spannung schwankte wieder zwischen 12-14V. Plötzlich war es wie verhext. Oben genannte Warnleuchten blinkten immer wieder auf. Fahrzeug reduzierte deutlich seine Leistung bis eig garnichts mehr ging. Hab mich irgendwie noch in eine Seitenstraße rollen lassen, dann auch kurzweilig einen starken verbrannten Gerucht wahrgenommen und den Adac gerufen. Der hat dann alles mögliche gemessen und sonstiges. Das Auto sprang dann auch immer wieder an, ging aber nach kurzer Zeit wieder aus.

    Er hat dann wohl so einiges an Fehlern rauslesen können, vieles drehte sich um ein anscheinendes Sensorproblem? Laut Adac Bericht Fehlercode DTC 065116 & 065117

    Ich wurde dann noch bis zur Werkstatt geschleppt und warte jetzt dort auf das weitere vorgehen…

    Ich weiß am schlausten ist es auf die Erkenntnisse der Werkstatt, ich wollte mich aber einfach mal umhören ob jemand vielleicht die Problematik kennt oder sonstiges. Im Internet habe ich hierzu leider auch kaum was finden können.

  • 16V ist ein wenig viel.
    Mit Stopp&Start geht die Spannung mal auf 15,1V hoch (Schnell-Ladung) durch das Batterie Management.

    Mit Stopp&Start ist der Batterie Tausch UNBEDINGT nach gewissen Regeln durchzuführen.
    Hab ich schon mehrmals geschrieben, ewig langer Text....

    Ohne Stopp&Start dürften 14,4V bis 14,6V reichen.
    Das die Spannung generell hin und her "wandert" ist normal, also auch 12,3V während der Fahrt sind ok.
    Die Lichtmaschine wird bei starken Beschleunigen weggeschaltet (so wie auch der Klimakompressor) damit mehr PS zur Verfügung stehen.

    Verschmorter Geruch? Leistungsverlust?
    Der Leistungsverlust (Reduzierung in den Notlauf) passiert immer bei entsprechendem Fehler.

    Zu prüfen wäre ob der Anlasser nach dem Starten auch wieder aus dem Zahnkranz auskuppelt, nicht dass der die ganze Zeit mitläuft.
    Denn dann ist dieser kaputt.

    Dann die Anschlüsse am Anlasser, die Batterie kommt hier mit einem fetten Kabel an. Mit an der Klemme ist die Lichtmaschine.
    Ist das locker, schmort das vor sich hin und die Ladespannung kann wild hin und her springen, auch außerhalb der normalen Werte.

    Auch die Masse Verbindung vom Motorblock zur Karosserie prüfen, dass da nix abgegammelt ist.

    Und zu guter Letzt, die Batteriepole und Polklemmen müssen sauber sein, kein weißes Bröselzeugs.
    Wenn ja reinigen und fetten aber auch hier mit Stopp&Start ist die Handhabung zu beachten.

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  • Danke schon mal für die Antwort!

    Ich würde jetzt mal davon ausgehen, dass man das in der Werkstatt schon eig. „richtig“ alles gewechselt hat…

    Die Vermutung des Adac war aber auch, dass vielleicht beim Ausbauen der Lichtmaschine von der Werkstatt ein Kabel oder sonstiges kaputt gemacht wurde oder nun einen Wackelkontakt hat, da dies ja das Absenken des Motors usw. benötigt. Da ich deshalb auch schon recht viel Geld reinstecken musste, bin ich jetzt etwas angenagt, dass das Auto trotzdem nicht wirklich läuft…

  • Naja einige Renault Werkstätten haben auf Reparatur eines Twingo 3 keinen Bock da durch die beengten Verhältnisse
    alles eben etwas anders ist als Im Megane oder Clio.
    Der Twingo 3 ist eben ein Smart forfour im französischen Kleid, auf den Smart haben auch die wenigsten Bock, daran zu arbeiten.

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  • Falls jemand an einem Update interessiert ist - nachdem das Auto jetzt fast 3 Wochen in der Werkstatt war, hat sich herausgestellt, dass wohl der Stecker vom Turbolader so korrodiert ist, dass der Twingo immer wieder Ausfälle hat. Laut Werkstatt läuft er mal für ein paar Stunden, dann wieder nicht. Da es den Stecker wohl leider nicht als Einzelteil zu kaufen gibt (?) muss nun auch der Turbolader getauscht werden. Also nochmal genauso hohe Kosten wie beim Batterie und Lima-Tausch. Ich könnte grade echt heulen...

    Ich hatte schon öfters gelesen, dass der Tce90 Probleme mit dem Turbolader hat, aber hatte immer gehofft mich trifft es nicht. Vor allem zwei solch teuren Reparaturen hintereinander...

    Da im März auch die nächste HU ansteht, ists extra bitter. Die Werkstatt ist aber so nett und lässt morgen einen TÜV Prüfer der eh vor Ort ist schnell drüber schauen, falls jetzt noch immens mehr gemacht werden muss, muss ich mir wohl langsam überlegen, ob das alles noch Sinn macht. Ich hatte eig. noch auf ein paar schöne Jahre mit meinem blauen Flitzer gehofft 1 :(

  • Meinst du das Wastegate damit? Sorry ich kenn mich leider null aus, hatte dazu aber auch schon was hier im Forum gelesen...Wenns das wäre, wäre es natürlich finanziell gesehen um einiges günstiger.

    Bereits seit mehreren Jahren gibt es den elektronischen Teil des Turbos einzeln zu kaufen!

    Der Werkstattmeister hatte mir das heute am Telefon eben als kaputten "Stecker" des Turboladers erklärt, keine Ahnung was genau damit gemeint ist. Und er meinte, dass er diesen nicht als Einzelteil kaufen kann...

  • Wenn der Stecker am Turbo gemeint ist, da ist nur ein Stecker am Stellantrieb. Den gibt es einzeln. Notfalls, wenn es denn tatsächlich nur an der Steckverbindung liegt, kann man den auch anlöten.


    ( Mann,Mann,Mann, was ist das bloß für eine Werkstatt!? Der Kunde ist den Werkstätten heute Sch….egal, bloß nicht mal über den Tellerrand sehen. )

  • Ich komm mir langsam leider auch auf gut Deutsch gesagt verar...

    Aber wenns den Stecker einzeln gibt, sollte man das in einer Werkstatt ja eig wissen, ich werde wohl morgen nochmal nachhaken müssen.

  • Ja gibt nen Reparatursatz für den Stecker (und alle anderen im Auto) aber dazu muss man Bock haben.
    Meist ist das Gegenstück auch so oxidiert, also die Buchse dazu und da gibts leider nix.
    Diese Oxidation zieht sich bis ins Innere wo dann die Schleifbahn (zur Erkennung der Stellung) abgegriffen wird. Wenn das vergammelt ist, wars das.

    Das Wastegate/Turbo Problem ist bekannt und es gibt da auch eine Technische Änderung. Die Oxidation wird durch Spritzwasser von unten verursacht.
    Renault/Smart baut ein zusätzliches Blech an damit der Turbo eben nicht mehr vollgespritzt wird und damit oxdiert auch nix mehr.

    ABER wenn der Stecker oder wie auch immer oxidiert ist und es dümmsten Falls einen Kurzschluss gibt, dann schaltet vorher schon das Motorsteuergerät den Turbo ab (mit Leistungsverlust) und gibt eine spezifische Fehlermeldung aus "Strom zu hoch für XY" verständlich ausgedrückt.


    Bleiben denn die Sicherungen drin wenn der Turbo abgesteckt ist?


    Da dein T3 aber, wenn er fährt, ganz normal fährt, ohne Leistungsverlust......
    Da könnte man doch denken, "keine Ahnung aber tauschen wir mal eins nachm anderen auf Kundenkosten...."

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